Getestet: Café kame in Berlin

27.08.2016 15:00  Von: Johanna Spielberg

Der erste yooyama Restauranttip im neuen Journal: Das Café kame in Berlin ist eine Reise wert – nicht prätentiös. Das muss es auch nicht sein, es ist nämlich lecker! Und weil es genau deshalb richtig gut zu uns passt, werden wir mit diesem Tipp und diesem Testbericht die neue Journalrubrik "Reisetipps" einläuten.

Eine japanische Bäckerei mitten in Berlin

So haben wir uns das Café vorgestellt, eine schlichte Bäckerei eben. Mit Melonpan, süßen Brötchen aus einem Teig mit grünem Tee und einer Füllung aus roten Azukibohnen, oder auch dieses wunderbare Toastbrot. Hell, weiß, kastenförmig und in extradicke Scheiben geschnitten. Herrlich! So etwas kennen wir gut aus Düsseldorf, schließlich gibt es hier gleich mehrere japanische Bäckereien. 

Es ist ein japanisches Café in Berlin-Charlottenburg

Und weil es uns immer mal wieder nach Berlin treibt, haben wir die Gelegenheit genutzt und uns das Café kame genauer angeschaut. Nicht weit vom Savignyplatz auf der Leibnitzstraße findet man ein kleines japanisches Café – es wirkt unspektakulär und freundlich. Wer hier jetzt eine japanische Einrichtung in Anlehung an das große Finale bei Kill Bill erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Aber es muss auch überhaupt nicht so überladen sein, denn dieses Café ist richtig lecker. Keine unnötige Ablenkung bitte. Lieber ein paar kleine hübsche Details. Neben der Theke hängt ein wunderschönes Koi Nobori – eine Fahne in Form eines Karpfens, die am Kindertag in Japan aufgehängt wird. Wenn man auf Tatami sitzen will, dann ist das auch möglich! Ansonsten kann man im Sommer draußen vor dem Café oder an Hochtischen Platz nehmen.

Und was gibt es zu Essen?

Es ist eigentlich ein einfaches Essen, aber sehr lecker und frisch zubereitet. Neben all den japanischen Backwaren und herrlichen French Toasts gibt es aber auch eine Art großes Reisbällchen oder Reissandwich mit allerlei Füllungen. Wir probierten Lachs und Sukiyaki Beef – herrlich. Die Sandwiches sind so groß, dass sie auch für den großen Hunger zwischendurch ausreichend sind, oder man teilt sich ein Sandwich mit einem Freund. Darüber sollte man übrigens auf alle Fälle nachdenken, es gibt nämlich auch noch ganz wunderbare Kuchen aus Grüntee oder Yuzu. Für uns dieses Mal ein Grüntee-Tiramisu, das so lecker war, dass wir in der Experimentalküche von yooyama ein eigenes Grüntee-Tiramisu kreieren werden – und das findet Ihr dann bald auch in unserem Blog.

Sehr japanisch – ist das bei den Getränken auch so?

Es war sehr heiß, also haben wir uns vor allem für Getränke auf Eis entschieden. Und weil ein Matcha eigentlich immer dazu gehört, gab es einen Iced Milk Matcha (hier hat man die Wahl zwischen Kuh- oder Soyamilch) und einen Ice Houjicha. Houjicha ist ein gerösteter grüner Tee aus Japan, der durch den Röstvorgang ein etwas nussigeres Aroma bekommt. Außerdem verliert er sein Teein und kann deshalb auch Abends bedenkenlos getrunken werden. Im Café kame wird der Tee mit etwas Zitrone aromatisiert, was den Geschmack in der kalten Variante noch viel erfrischender macht. Sollte man auch alle Fälle mal ausprobieren! Sehr sehr lecker!

Und ist das Café kame zu empfehlen?

Rundum ja! Wenn man ohnehin gerne mal etwas neues probiert, ist man hier genau richtig. Wenn man auch gerne ein japanisches Reisbällchen isst, ist man hier sogar noch besonders richtig. Die Reisbällchen werden frisch gemacht, sind noch leicht warm und schmecken köstlich! Und für jeden Matchafreund sind die Kuchen ein absolutes Muss. Solltet Ihr also bei Eurem nächsten Berlin Besuch mal am Savigny-Platz sein, macht den kurzen Abstecher! Wir kommen auf alle Fälle wieder!


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