Der Rezepttipp: Apple and Ginger

21.01.2018 11:00  Von: Johanna Spielberg

Ein traditioneller Apple Pie mit einem kleinen Zusatz

Rezept

Wir haben schon seit Jahren eine alte Pieform im Schrank, es ist einer von den Gegenständen, die man mit einem guten Vorsatz kauft. Und dann nie benutzt. Fröhlich einzuordnen in die Kategorie MaMüMaMa – man müsste mal machen. Und an diesem Wochenende ist es endlich soweit. Es gibt einen Apple Pie mit einem kleinen Geheimnis! Schließlich haben wir noch Winter, die nächsten Erdbeeren werden Monate auf sich warten lassen und man hat dann doch mal Lust auf einen Obstkuchen.

Wie wird aus einem Apple denn ein Pie?

Ein schöner Pie braucht vor allem eine Kruste, in der das Obst im Ofen langsam vor sich hin gart – jetzt kann man einen ganz einfachen Mürbeteig nehmen, der besteht aus Mehl, Salz und Butter. Ja. Gut. Nun denn. Mmmh.

Ich kann Euren Einwand hören und Ihr habt Recht, es soll ein Kuchen werden, also wo bitte sind Eier und Zucker. Stimmt die fehlen und das kann einfach nicht sein, also erinnerte ich mich daran, dass meine Mutter immer von einem einfachen Mürbeteig sprach und von einem gehaltvollen Mürbeteigt. Gehaltvoll klingt schon deutlich mehr nach Kuchen und passt irgendwie besser in mein Weltbild. Für eine normale Pieform braucht Ihr etwa 500 g fertigen Teig.

Ich habe einen kleinen Trick, eigentlich muss der Teig ein bisschen kalt stehen, damit er auch beim Backen wirklich mürbe wird. Das dauert mir aber alles zu lange – also bereite ich die Pieform vor, auch den Deckel und lege beides in  den Kühlschrank. Während es vor sich hin chillt kann ich in aller Ruhe die Füllung vorbereiten und muss nicht hinterher mit einem steinharten Teigkloß kämpfen. Klappt super.

Für den Boden benötigt Ihr etwas 3/5 des Teigs, für den Deckel 2/5 – ausrollen und die gebutterte und gemehlte Form ausschlagen. Den Deckel könnt Ihr auch schon mal richtig schön in Form bringen und ein paar Einschnitte machen, damit beim Backen die Feuchtigkeit der Äpfel entweichen kann.

Man benötigt für die Füllung etwa 900 gr fertig geschnittene Äpfel, das ist also ein gutes Kilo. Die Äpfel werden nun geschält und in recht dünne Scheiben geschnitten. In einer Schüssel überträufelt Ihr die Äpfel Zitronensaft und reibt Ingwer über die Äpfel. Danach werden die Äpfel mit Mehl und Zucker bestäubt. Es muss alles schön umantelt sein. Danach schichtet Ihr die Äpfel bitte sorgfältig in die Form, an den Rändern solltet Ihr nicht über die Pieform hinaus schichten, in der Mitte geht das schon. Es muss eine kleine Apfelkuppel sein. Jetzt kommt der Deckel auf den Kuchen und wird an den Rändern mit der unteren Teigplatte verbunden, ich benutze immer eine Gabel. Es gibt herrliche Arten, die Platten miteinander zu verbinden, aber ich bin ungeduldig. 

Wer es lieber klassissch mag, kann den Ingwer auch durch Zimt und ein bisschen frisch geriebene Muskatnuss ersetzen. Dann ist es wirklich der Klassisker. Bei sehr sauren Äpfeln braucht man eher 300 gr Zucker.

Apfelschorle für Fortgeschrittene

Apfelschorle ist wohl das beliebteste und schlichteste Mixgetränk der Welt. Wasser, Apfelsaft – fertig. Ja, das ist ganz lecker, es geht aber auch deutlich besser. Kocht Euch einen frischen Ingwertee – also sehr viel frischer Ingwer mit Wasser auf dem Herd gerne auch etwas länger kochen lassen. Im Sommer bereite ich das gerne literweise vor, denn es ist auch kalt ein echter Genuss und wirklich gesund. Und jetzt tauscht Ihr einfach das Wasser in der Apfelschorle durch den (inzwischen) kalten Ingwertee. Supererfrischend! Im Winter ändere ich das Wasser-Apfelsaft-Mischungverhältnis von 1:1 zu etwa 1:3 und erhitze den Apfelsaft selber. Es ist köstlich wärmend und eine echte Alternative zu Glühwein!

Tags: Rezept

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